In der Schule an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln werden pro Jahr etwa 30 Kinder
und Jugendliche mit Krebserkrankungen aufgenommen und behandelt.
Viele dieser Mädchen und Jungen befinden sich im schulpflichtigen
Alter. Während der intensiven, mehrmonatigen Therapie ist ein
Schulbesuch in ihrer Heimatklasse im Regelfall nicht möglich.
Für die Phasen des stationären Aufenthaltes übernimmt
die Schule an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik den Unterricht.
Zwischen den einzelnen Therapieblöcken werden die Patientinnen
und Patienten oftmals aus der stationären Behandlung nach
Hause entlassen. In diesen Zeiten betreuen Kolleginnen und Kollegen
aus den Heimatschulen die Kinder durch Hausunterricht. In Einzelfällen
übernehmen die Lehrkräfte der Schule an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik den Hausunterricht.
Das vorrangige Ziel unseres Unterrichts ist es, die Schülerinnen
und Schüler so zu fördern, dass sie in der Jahrgangsklasse
verbleiben können. Deshalb stimmen wir mit den Lehrkräften
an den Heimatschulen und den Kolleginnen und Kollegen, die den
Hausunterricht durchführen, die Unterrichtsinhalte ab.
Unser Unterricht konzentriert sich zumeist auf die Fächer
Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Er orientiert sich dabei
sowohl an den Vorgaben der Heimatschulen, als auch an dem individuellen
Förderbedarf des Kindes.
Der Unterricht im Krankenhaus hat neben dem leistungsbezogenen
weitere, ebenso wichtige Aspekte: Er bedeutet für die Kinder
ein Stück Normalität in einer ansonsten gänzlich
unnormalen Lebenssituation. Er bedeutet Verlässlichkeit und
Zuwendung durch die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule. Er bedeutet Ablenkung von Krankheit und medizinischen
Prozeduren.
Lernen ist zukunftsgerichtet und stärkt die Zuversicht, bald wieder
gesund zu sein.
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